Salz- und Pfeffermühlen aus Edelholz

4. Dezember 2009

Magazin, Woodvisions - von Woodvisions

Salz- und Pfeffermühlen aus Edelholz

Hallo Ihr Freunde des gepfefferten Steak’s,

heute schreibe ich mich mal über die Herstellung von Pfeffermühlen oder auch Salzmühlen, ganz wie man mag. Dabei fröne ich mal wieder meiner Vorliebe von tollen Hölzern, die einem beim Anschauen auch ein *…hmmm* oder *…ahhh* entlocken, ganz so wie bei einem tollen Steak.

Nachdem sich bei mir im Kopf eine spezielle Form manifestiert hatte (nicht verschnörkelt, oder *könnte auch als Tischbein durchgehen*….. sondern wie ich finde mit einer einfachen aber dennoch subtilen Schwung) ging’s los mit dem aussuchen entsprechender Hölzer und dem anfertigen einer bemaßten Skizze um eventuelle Schwachstellen vor der Fertigung zu finden.
Um die Mühle, bzw. auch erste Teile davon auf der Drechselbank spannen zu können, bedarf es einiger Spann-Hilfs-Mittel und Abstandsprüfer die aber schnell aus Restholz wie Buche oder ähnlichem gefertigt sind. Das Bohren der unterschiedlichen Durchmesser geschieht mit entsprechend maßigen Forstnerbohrern und einem ordentlichen Maschinenbohrer (Durchmesser 25mm).
Meine gewählte Form ist zwar nach einiger Übung auch nach Augenmaß zu drechseln, aber bei den verwendeten (und teilweise sehr teuren) Hölzern wollte ich kein Risiko eingehen und fertigte mir schnell noch eine Schablone aus Sperrholz.

Nachdem bearbeiten der Einzelteile, also Korpus und Kopf der Mühle, d.h. Fertigstellung der Aufnahme für das Mahlwerk, konische Aufnahme des Kopfes im Korpus, Plandrehen der Enden usw. wird die Mühle komplett zwischen den Spitzen gespannt. Dies ist zwar in sofern gefährlich da der Übergang zwischen Kopf und Korpus absolut stimmen muss (es entstehen unter Umständen 2 unterschiedliche Mittelpunkte von Innenbohrung und Außendurchmesser, was die Mühle beim drehen eiern lässt und hässliche Überstände hervorbringt) ist aber wegen der gewählten Gesamtform kaum anders machbar. Korpus und Kopf einzeln zu drechseln und das mit Stimmigkeit des Gesamtschwungs ist ungleich schwieriger.

Jetzt ist nun alles gedrechselt und geschliffen, nun folgt die im Vergleich sehr aufwendige Endbehandlung. Diese ist aber von Nöten, da die Mühle ja mit Lebensmitteln in Kontakt kommt. Nach der Endbehandlung beweist sich, ob sauber gearbeitet oder geschlampt wurde. Die Vereinigung, ich nenn sie mal “Mühlenhochzeit”, von Korpus und Mahlwerk ist nicht mehr rückgängig zu machen, da das Mahlwerk in eine vorgedrehte Nut einrastet. Falls die Nut zu großzügig gedreht wurde – Pech gehabt, das Mahlwerk sitzt locker und dreht durch. Also wie überall: zweimal messen, einmal schneiden.

Als Mahlwerk kommt ein Keramikmahlwerk der Marke Crush Grind® zum Einsatz. Diese sehr guten Mahlwerke werden von namhaften Herstellern eingesetzt, wie z.B. WMF®. Der Hersteller gewährt 10 Jahre Garantie auf das Mahlwerk. Die Körnigkeit des Mahlgutes kann über ein Rändelrad eingestellt werden. Das Nachfüllen ist denkbar einfach, Kopf und Korpus auseinander ziehen, befüllen und wieder zusammenstecken.

Damit gerade bei den Exoten-Hölzern absolut kein Stäubchen mit dem Mahlgut in Verbindung kommt ist das Innere der Mühle sehr aufwendig mit einem speziellen lebensmittelechtem Öl behandelt. Die Außenseite ist glänzend und wasserabweisend mit Öl behandelt.

Wer gerne solch eine Mühle erwerben möchte, kann dies entweder hier im Marktplatz oder unter www.woodvisions.de

Ich hoffe, Ihr hattet Spaß beim lesen und habt nun Lust auf ein saftiges und natürlich gepfeffertes Steak

Ulf Henke

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