Gleich nachdem ich den Prototype vom Pike das erste Mal in den Händen hielt, war mir klar, dass ich so ein Messer auch möchte. Dann aber natürlich mit meinen Lieblingsgriffmaterialien: Green Canvas Micarta mit roter Fiberunterlage.
Mit einer Gesamtlänge von ca. 16,5 cm fällt das Pike in die Kategorie der kleinen, feststehenden Messer – eine Kategorie, die sich durch besonders hohe Alltagstauglichkeit auszeichnet. Die Besonderheit dieses Messers sind die ultraflachen, stark konturierten Griffschalen. Gemeinsam mit dem sich verjüngenden Erl geben sie dem Messer eine sehr schlanke Optik. Die Mulden in den Griffschalen bieten den Fingern das optimal passende Gegenstück. Die Struktur des Sackleinens, die Christian mit dem Sandstrahler fühlbar gemacht hat, verleiht die entsprechende Rutschsicherheit. Passend dazu wurde auch das Klingenfinish mit dem Sandstrahl erzeugt.
Das Pike ist im Vergleich zum City Knife von Christian Mücke noch einmal kompakter. Mit ca. 9,5 Zentimeter steht zwar rein in Zahlen fast genau die gleiche Grifflänge zur Verfügung. Durch die andere Form mit der kürzeren Griffunterseite fühlt sich das Messer jedoch deutlich kürzer an. Es bietet gerade noch so allen vier Fingern Platz.
Die Klinge mit einer Schneidlänge von etwas über 6 Zentimetern ist gegenüber dem City Knife tatsächlich um ca. 1 Zentimeter kürzer. Rein optisch ergeben sich damit sehr ausgewogene Proportionen und für die meisten Einsatzbereiche ist die Klingenlänge absolut ausreichend. Mit ca. 3,4 mm ist die Klinge etwas stärker dimensioniert, als beim City Knife (ca. 3 mm) und auch die Schneidphase der hohl geschliffenen Klinge fällt einen Hauch stabiler aus. Das müsste für den angestrebten Einsatzbereich aus meiner Sicht nicht sein, aber viele Messernutzer mögen es ja ein wenig stabiler.
Gefertigt wurde das Messer aus D2, einem rostträgen Werkzeugstahl, den Christian (wie viele andere Messermacher auch) gern und oft verwendet. Insgesamt ist mit dem Pike ein alltagstaugliches Fixed mit klassisch anmutendem Design entstanden.






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