Higonokami mit dreierlei Holz

5. Dezember 2009

Frentzel Messer, Magazin - von D.Frentzel

Higonokami mit dreierlei Holz

Es kommt nicht oft vor, dass man ein Messer baut bei dem man Platz hat soviel Holz zu verarbeiten, um deren Nutzen willen und nicht nur weil es optisch gut aussehen soll. Dank der fachkundigen Beratung von Ulf (Woodvsions) konnte ich für diesen wirklich großen Folder folgendes Holz verwenden und den Griff so gestalten wie es ich es mir vorgestellt hatte.

Für den Hinteren Teil des Griffes habe ich Imbuia (Pfefferholz, Ocotea porosa) gewählt. Dieses Holz wächst in südlichen Teil Brasilien, es arbeitet wenig nach und zählt zu den Harthölzern. Als optische Trennlinie empfahl Ulf Ebenholz, Ebenaceae (Diospyros). Dieses tief schwarze Holz aus Asien hat eine lange Tradition als Griffmaterial. Es ist sehr hart, dicht, schwindet wenig und ist eines der wertvollsten ausländischen Holzarten. Den Übergang von Klinge zum Griff habe ich mit Wüsteneisenholz (Olneya tesota) bestückt. Dieses sehr langsam gewachsene Edelholz vom amerikanischen Kontinent hat durch seine sehr harte und dichte Struktur die besten Eigenschaften für den Übergang von Griff zur Klinge.

Das Holz ist auf Titanblech verklebt (Epoxy-Kleber) Als Zwischenlage habe ich Carbon verwendet. Der Griff ist hinten nicht sichtbar mit 4 Titanstiften (Grade 5) verbunden. Die Achse ist eine Kettenblattschraube aus Titan und die Klinge ist noch zusätzlich mit Bronzescheiben gelagert. Als Klingenstahl habe ich mich für Stahl SB1 (1.2552) entscheien. Den Stahl habe ich selber gehärtet, die Oberfläche ist gesandstrahlt und mit einem Hohlschliff versehen.

Gesammtlänge: 26cm
Klingelänge: 13cm

, , , , , ,
(noch nicht bewertet)
Loading ... Loading ...

Dem Autor eine E-mail schreiben »

Archiv von D.Frentzel - Anzahl geschriebener Artikel 11.

Ihr Kommentar zu diesem Beitrag ...